Solltest du jetzt mit TikTok Ads starten? 3 Gründe für und gegen TikTok!

Solltest du jetzt mit TikTok Ads starten? 3 Gründe für und gegen TikTok!
Daniel Busch
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Warum andere Brands auf TikTok setzen

Immer mehr Brands setzen auf TikTok, sowohl paid, als auch organic. Die Unternehmensgröße variiert dabei stark, also was bewegt Brands dazu, Fokus auf TikTok zu legen?

Johannes Kliesch, der Gründer und Geschäftsführer von SNOCKS hat in diesem LinkedIn Post kommuniziert, dass inzwischen über 10% ihrer Neukunden über TikTok kommen. Er sagt, dass sie nicht nur TikTok Ads meistern, sondern auch organisch durchstarten wollen und daher suchen sie sogar nach Vollzeit Content Creator:innen.

Der Gründer und CMO von NIKIN, Nicholas Hänny hat in Folge 8 des Advertace Digital Commerce Talk gesagt, dass uns die goldene Zeit für TikTok Ads noch bevorsteht und wenn er heute nochmal gründen würde, würde er sehr stark auf TikTok setzen.

Auch Luis Kesten, der Gründer und Geschäftsführer von Hunderunde schrieb in diesem Post auf LinkedIn: „Wir setzen auf TikTok Ads!“. Weiter hat er geschrieben, dass ihre Kosten auf Facebook steigen, bei TikTok Ads hingegen liegen ihre CPMs zwischen 1-3€ und CPAs zwischen 5-12€ und sind damit verhältnismäßig niedrig. In diesem weiteren Post schrieb er sogar, dass sie in einem Monat 14.000 Follower:innen gewinnen konnten und ihren Umsatz sogar um 100% steigern konnten.

Was heißt das jetzt für dich und deine Brand - TikTok ja oder nein? Im Folgenden nennen wir dir 3 konkrete Gründe für und gegen TikTok Ads, damit du abwägen kannst, ob TikTok jetzt schon der richtige Channel für dich ist!

3 Gründe für TikTok Ads

1. TikTok made me buy it

User:innen nutzen TikTok mit der Intention, etwas Neues zu entdecken. Sie gehen ohne konkretes Ziel auf TikTok und wollen unterhalten, überrascht oder inspiriert werden. Das ist ein grundlegender Unterschied zu YouTube, wo man konkrete Suchanfragen stellt oder auch in Teilen zu Instagram, wo viele User:innen primär up-to-date in Bezug auf ihren Social Cycle und ausgewählten Influencer:innen bleiben wollen. User:innen auf TikTok sind im Entdeckermodus und daher freuen sie sich sowohl über neuen, unterhaltenden Content, als auch interessante Produkte. Das ist auf Instagram und Facebook zwar auch der Fall, aber auf jeden Fall weniger stark ausgeprägt. Und auf YouTube ist das noch weniger der Fall. Das ist auch der Grund, warum der Hashtag #tiktokmademebuyit jetzt schon so lange Bestand hat und warum es diesen Hashtag nicht für Instagram, Facebook oder YouTube gibt.

2. Nutzerzahlen und Konsum steigen stark

Die steigenden Nutzerzahlen und Diversifikation der Altersgruppen sprechen ebenfalls für TikTok. Es sind schon lange nicht mehr nur unter 18 Jährige auf der Plattform, den größten Anteil machen inzwischen 18-24 Jährige aus und 24-35 Jährige sind gleichauf mit unter 18 Jährigen. Selbst die Generation X wächst aktuell stark.

Auch der Konsum steigt im Vergleich zu anderen Plattformen sehr stark. Während auf Instagram und Facebook die durchschnittlich verbrachte Zeit im Monat seit Jahren auf demselben Niveau bei ca. 8,5 und 11 Stunden im Monat liegt, steigt es bei TikTok deutlich von Jahr zu Jahr und ist inzwischen mit 23,6 Stunden im Monat mehr als doppelt so hoch wie bei den Meta-Plattformen.

Der nötige Scale, um neues Wachstum mit der Plattform zu generieren, ist also auf jeden Fall gegeben. Falls du mehr zur Entwicklung der Nutzerzahlen, dem Konsum und auch der Kaufkraft der User:innen auf TikTok erfahren möchtest, kannst du unseren Blogartikel „TikTok Engagement übersteigt Facebook & Instagram“ lesen – hier klicken!

3. Commerce & Performance Marketing Fokus

TikTok bzw. Bytedance - der Konzern hinter der App – optimiert die Plattform mit einer unfassbaren Geschwindigkeit. Commerce wird bei den Optimierungen stark fokussiert, so wird unter anderem TikTok Shopping weiter stark ausgebaut. Außerdem wird auch der Ads Manager kontinuierlich ausgebaut und man sieht ständig neue Features. Das beste dabei: TikTok hört auf das Feedback der Advertiser – was bei Meta häufig nicht gemacht und daher kritisiert wird. Ein großes Update im Ads Manager, welches noch nicht lange zurückliegt, ist der Attributions Manager. Dieser bietet viele gute Möglichkeiten für Performance Marketing und wurde daher auch äußerst positiv von Performance Marketing Manager:innen aufgenommen. Mehr zum Attributions Manager kannst du in diesem Blogartikel lesen - hier klicken!

3 Gründe gegen TikTok Ads

1. Zu wenig Conversion Data

Auch wenn man schon häufig von starker Performance auf TikTok hört, so hört man ebenfalls von Advertisern, die zwar extrem günstige Klicks bekommen, aber keine Conversions. Das liegt daran, dass die Plattform noch sehr jung ist und ihr Algorithmus bisher noch deutlich weniger Conversion Data im Vergleich zu Meta sammeln konnte. Daher ist der Algorithmus noch nicht so effizient darin, User:innen die richtigen Produkte zu zeigen. Durch die große Anzahl an User:innen und dem hohen Konsum des Mediums sammelt TikTok aber täglich riesige Mengen an Daten. Das heißt, ihr Algorithmus wird sehr schnell immer besser und wird in Zukunft immer näher an die Effizienz des Meta Algorithmus kommen. Außerdem sollte man als neuer Advertiser auf TikTok nicht zu schnell aufgeben, da neben dem Plattform Algorithmus auch der Ad Account erst mal ordentlich Daten sammeln muss, um zu lernen und die Werbung optimal auszuspielen. Der direkte Vergleich zum Meta Ad Account ist dabei also nicht immer fair, da dieser natürlich schon eine sehr gute Datengrundlage zum Ausspielen der Ads hat.

2. Ad Creative Burn

TikTok ist noch stärker Content getrieben, als Instagram oder Facebook. Damit einher geht der sogenannte Ad Burn oder auch Creative Fatigue. An Tag eins liegt der ROAS bei 10 und drei Tage später schon bei 0,5. Dem entgegenwirken kann man nur, indem man schneller neuen Content in den Ad Account einfügt, als die Ads ausbrennen. Damit man mit High Speed neue Ads produzieren kann, ist ein guter Content Prozess ein Muss! Dabei sollte aber auf keinen Fall die Qualität vernachlässigt werden. Mit Qualität ist in Bezug auf TikTok gar nicht gemeint, dass die Ads im Studio mit Models produziert sein müssen, sondern dass sie perfekt auf die Plattform passen und sich nahtlos einfügen lassen. Die Sprache ist von nativem Content und kein Format schafft das besser als User Generated Content (UGC).

Mehr Information zu User Generated Content bekommst du auf unserer UGC Service Seite (hier klicken!) oder in unserem umfassenden UGC Learnings Blog Artikel (hier klicken!).

3. Zielgruppe & Product Market/Channel Fit

Ist meine Zielgruppe denn auf TikTok? Und passt mein Produkt überhaupt auf die Plattform?

Das sind zwei berechtigte Fragen, die man sich stellen sollte. Den größten Anteil auf TikTok machen die 18-24 Jährigen aus und 13-17 und 25-34 Jährige sind ungefähr gleichauf. Zusammen machen 13-34 Jährige knapp über 90% der User:innen weltweit aus (Quelle: Statista). Das heißt, wenn dein Produkt explizit über 35 Jährige anspricht, wäre TikTok aktuell wahrscheinlich ein schwieriger Kanal für dich. Allerdings wächst auch die Altersgruppe zwischen 35-44 Jahren aktuell sehr stark und sogar die Altersgruppe zwischen 45-54 Jahren wächst kontinuierlich, wenn auch nicht so schnell, wie die zuvor genannte. Das heißt, in Zukunft wird auch diese Altersgruppe auf TikTok besser erreichbar sein. Personen über 55 Jahren werden  wahrscheinlich auch langfristig nicht wirklich gut erreichbar sein, weil die Adoption Rate dort zu niedrig ist. Das ist auf den anderen Online Plattformen allerdings ebenso der Fall.

Zur Frage, ob ein Produkt auf die Plattform passt, gibt es eine relativ einfache Antwort. Wenn sich dein Produkt gut durch Push Marketing verkaufen lässt, wird es sehr wahrscheinlich auch gut auf TikTok funktionieren. Das heißt, wenn du dein Produkt bereits erfolgreich auf den Meta Plattformen bewerben konntest, eignet es sich prinzipiell auch gut für TikTok Ads.

Fazit

TikTok bietet eine sehr große Chance für fast jedes Unternehmen. Niedrige CPMs und eine neue große Zielgruppe auf TikTok führen dazu, dass man potenzielle Neukunden günstig erreichen kann. Das kann zu günstigen CACs führen. Man kann hier von einer asymmetrischen Chance reden: Niedrige Investition, aber ein potenziell sehr großer Return.

Daher ist es für kleine Brands mit niedrigeren Budgets eine gute Chance, weil sie sehr günstig potenzielle Kund:innen erreichen können. Aber auch bei großen Brands sollte TikTok im Marketing Mix einen Platz finden, um die Wirksamkeit zu testen. Und auch unabhängig von der aktuellen Wirksamkeit wird TikTok als Channel immer mehr an Relevanz gewinnen. TikTok steht noch in seinen Startlöchern. Wer jetzt auf die Plattform setzt, ist noch früh genug, um die goldenen Jahre zu nutzen!

Falls du mehr über TikTok Ads lernen möchtest, kannst du das in unserem TikTok Ads Guide, wo du alle unsere Infos zusammengetragen findest – klicke hier!

Wenn du deine erste TikTok Kampagne schalten möchtest, erklären wir dir in unserem Blogartikel "TikTok Werbung: Ads schalten in 15 Schritten" wie das funktioniert - klicke hier!

Als Agentur mit Paid Social Fokus sind wir auch auf TikTok Ads spezialisiert. Falls du Interesse an einem unverbindlichen Potenzialgespräch mit uns hast, melde dich über den Button oben rechts bei uns „Get in touch“.

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Quellen:

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