Facebook CPM & CPC Benchmarks (monatliches Update)

Facebook CPM & CPC Benchmarks (monatliches Update)
Daniel Busch
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Inhaltsverzeichnis

Übersicht über den Blogartikel. Das gesamte Inhaltsverzeichnis ist klickbar, damit du direkt lesen kannst, was dich interessiert!

Überblick
-Was sind CPM & CPC
-Was liefert dieses monatliche Update

Juli 2022 Update
-CPM & CPC Entwicklung
-CPM Year over Year
-Einfluss auf Performance (ROAS & MER)
-Einschätzung E-Commerce Juli 2022
Mai 2022 Update

-CPM & CPC Rückblick seit Anfang 2020

-CPM & CPC im Jahresverlauf 2021

-Mai 2022 Rückblick

-Einschätzung E-Commerce Mai 2022

Handlungsmaßnahmen Sommer 2022

-Strategisches Pricing

-Performance Marketing

-Customer Retention

-Content

-Kommunikation

-Langfrisitge Kostenblöcke

-Expertise

Überblick

In diesem Blog Beitrag findest du eine Entwicklung der CPMs (Kosten pro 1000 Impressionen) und CPCs (Kosten pro Klick) auf Facebook und Instagram. Die CPM und CPC Zahlen sind Mittelwerte aus den Werbeausgaben, verteilt über alle unsere Kundenaccounts. Als Agentur verwalten wir für unsere Kunden jedes Quartal mehrere Millionen Euro Werbebudget auf den Meta Plattformen. Dementsprechend dienen diese Werte als gute Benchmark für die Entwicklung der gesamten Plattform.

Dieser Beitrag wird einmal im Monat mit den Zahlen aus dem Vormonat updated. Zudem geben wir immer eine Einschätzung der Zahlen ab, damit du die Entwicklung einordnen kannst. Zuletzt bekommst du konkrete Handlungsmaßnahmen an die Hand, damit du weißt, wie du optimal entsprechend der aktuellen Lage handeln kannst.

Juli 2022 Update

Disclaimer: Wir haben seit dem letzten Update einige neue Kunden mit großen Ad Spends im Portfolio. Diese Daten sind in diesem Update noch nicht enthalten, aber werden im nächsten Update mit aufgenommen. Die Trends und Erkenntnisse, die in diesem Update beschrieben werden, bleiben aber identisch!

CPM & CPC Entwicklung

CPM und CPC Verlauf Januar 2020 bis Juli 2022

CPM im Jahresverlauf 2022

Von Januar bis April konnten wir eine seitwärts Bewegung der CPM beobachten. Bei unserem letzten Update im Mai haben wir dann einen starken Anstieg der CPM in unseren Ad Accounts festgestellt. In den letzten beiden Monaten sehen wir nun aber einen klaren Rückgang. Im Folgenden kannst du den Jahresverlauf der CPM aller unserer Ad Accounts auf Meta sehen - in Klammern ist jeweils das Wachstum bzw. die Abnahme zum Vormonat:

CPM 2022 pro Monat

  • Januar: 6,64€
  • Februar: 6,95€ (+4,66%)
  • März: 7,65€ (+10,07%)
  • April: 7,01€ (-8,36%)
  • Mai: 9,54€ (+36,09)
  • Juni: 8,79€ (-7,86%)
  • Juli: 7,13€ (-20,51%)

CPC im Jahresverlauf 2022

Die CPC haben im Vergleich zu den CPM etwas stärker von Januar bis April geschwankt, aber haben sich dennoch um ein Plateau unter 1€ bewegt. Im Mai gab es dann einen deutlichen Anstieg über 1€. In den letzten beiden Monaten sind auch die CPC deutlich gesunken:

CPC 2022 pro Monat

  • Januar: 0,89€
  • Februar: 0,84€ (-5,62%)
  • März: 1,00€ (+19,05%)
  • April: 0,96€ (-4,00%)
  • Mai: 1,13€ (+17,71%)
  • Juni: 1,10€ (-3,54%)
  • Juli: 0,85€ (-22,73%)

CPM Year over Year

CPM Entwicklung Year over Year

Wie bereits beschrieben, sinken aktuell die CPM. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, ob die Abnahme durch zyklische Schwankungen begründbar ist und auch im letzten Jahr in diesem Zeitraum gesunken ist. Daher schauen wir uns die Entwicklung der CPM im Jahresvergleich, also Year over Year an.

CPM im jeweiligen Monat und Jahr (in Klammern steht das Wachstum zum Vormonat im selben Jahr):

CPM Verlauf - Year over Year Tabelle

Man kann gut erkennen, dass die CPM Entwicklung in 2021 und 2022 unterschiedlich verläuft. Während in 2021 der CPM von April auf Mai um 11,37% gesunken ist, stieg er hingegen in diesem Jahr um 36,09%. Und von Mai auf Juni sehen wir das Gegenteil - letztes Jahr ist der CPM um 25,44% gestiegen und in 2022 um 7,86% gesunken.

Die aktuell sinkenden CPM gehen also nicht von zyklischen Schwankungen aus. Es ist wahrscheinlicher, dass durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung viele Unternehmen Marketing-Budgets aus den Kanälen ziehen und daher die CPM sinken. Mehr dazu im Punkt “Einschätzung E-Commerce Juli 2022”.

Einfluss auf Performance (ROAS & MER)

Es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gar keinen Einfluss auf unsere account-übergreifende Performance in den letzten Monaten hatte - die Kaufkraft der User:innen lässt schließlich auch Online nach. Aber von einem gravierenden Einbruch der Performance können wir bisher definitiv nicht sprechen.

Sowohl Facebook-ROAS, als auch Shop-MER (Marketing Efficiency Ratio) schwanken seit Jahresanfang um ein Plateau und lagen im Juli ungefähr auf Januar-Niveau. Konkrete Werte für ROAS und MER kommunizieren wir nicht, aber die relative Entwicklung, also das prozentuale Wachstum Month over Month:

ROAS und MER Performance im Monatsverlauf mit MoM Wachstum

Einschätzung E-Commerce Juli 2022

Die gesamtwirtschaftlichen Probleme kommen auch im E-Commerce an und schaffen große Herausforderungen. Viele E-Commerce Unternehmen werden es schwer haben und aus dem Markt ausscheiden. Aber jede schwere Phase bringt auch Chancen mit sich. Wer die aktuelle Konsolidierungsphase übersteht, wird im Umkehrschluss Marktanteile gewinnen! Eine ausführliche Einschätzung der aktuellen Lage im E-Commerce findest du in diesem Blogartikel von unserem Co-Founder Maximilian Wolf.

Weitere Chance: Die CPM sinken! Grund dafür ist wahrscheinlich, dass viele große Advertiser in der Budgetplanung weniger Marketingbudgets für die Paid Social Plattformen einplanen, um der wirtschaftlichen Entwicklung entgegenzuwirken. Auch kleine Advertiser nehmen Budgets aus den Plattformen, wenn diese keine Effizienz aufweisen. Die sinkenden CPM kann man für sich nutzen, um günstiger als zuvor potenzielle Kunden zu erreichen. Dafür ist allerdings schnelles und dynamisches Handeln auf Tagesbasis gefragt, um die Chance effizient zu nutzen!

7 weitere konkrete Handlungsmaßnahmen, um optimal mit der aktuellen Lage umzugehen, findest du hier!

Mai 2022 Update

Dies ist die erste Ausgabe des Monthly CPM & CPC Updates, daher bekommst du nicht nur eine Einschätzung zum letzten Monat, sondern einen Rückblick auf die Entwicklung der CPMs und CPCs seit Anfang 2020.

Entwicklung CPM & CPC - Januar 2020 bis Mai 2022

CPM & CPC Rückblick seit Anfang 2020

Seit Anfang 2020 steigen kontinuierlich die CPMs und CPCs auf Facebook und Instagram. Das kann man deutlich erkennen, wenn man sich das erste Quartal der letzten Jahre anschaut (in Klammern ist das prozentuale Wachstum zum überstehenden Wert, also dem jeweils vorherigem Zeitraum):

CPM Q1

2020: 3,71€
2021: 5,28€ (+42,32%)
2022: 6,98€ (+32,20%)

CPC Q1

2020: 0,48€
2021: 0,74€ (+54,17%)
2022: 0,90€ (+21,62%)

Dieser Anstieg lässt sich zum einen durch den Anstieg des Wettbewerbs im E-Commerce und Online Marketing erklären - aus dem Future of Ecommerce Report von Shopify geht hervor, dass der E-Commerce seit 2014 extrem gewachsen ist, da es durch Software wie Shopify immer weniger Eintrittsbarrieren gibt. Mehr E-Commerce Unternehmen bedeutet mehr Online Werbung. Und ist mehr Nachfrage nach Werbeplätzen in der Auktion bei Meta, steigen in der Folge CPM und CPC.

Zum anderen hat sich auch iOS14.5 (Ende April 2021) auf die Kosten in Paid Ads ausgewirkt. Es hat auf jeden Fall für steigende Customer Acquistion Cost (CAC) gesorgt: Der Verlust von Third Party Daten hat zu einer schlechteren Datengrundlage für den Algorithmus geführt, wodurch das Targeting von Meta schlechter und in Folge ineffizienter wurde. Zusätzlich hat schlechtere Messbarkeit aufgrund des Datenverlusts dazu geführt, dass gute Entscheidungen im Ad Account schwieriger wurden. Insgesamt wurde Marketing auf Meta seit iOS14 ineffizienter und CAC sind gestiegen.

Weniger Daten im Ad Account und schlechteres Targeting des Algorithmus haben außerdem dazu geführt, dass Klickkosten (CPCs) gestiegen sind. Wie stark der Einfluss von iOS auf die CPMs ist, kann man nicht genau sagen, aber ein Einfluss durch den steigenden Wettbewerb ist hier wahrscheinlicher. Falls iOS14.5 Einfluss auf den CPM hatte, dann auch durch schlechteren Traffic, aufgrund des schlechteren Targetings und weniger Daten im Ad Account. Denn sinkt die Qualität des Traffics und Datengrundlage, sinkt die sogenannte "Estimated Action Rate", also ob Meta erwartet, dass User:innen die gewünschte Aktion z.B. Produktkauf auf der entsprechenden Landingpage vornehmen werden. Diesen Wert nutzt Meta unter anderem für die Ermittlung des CPMs.

Schaut man sich die Entwicklung seit Anfang 2021 an, sieht man erst in Q4 einen starken Anstieg der Kosten. Dieser ist natürlich typisch für Q4 und daher auch zum Teil dadurch zu begründen, aber eben auch durch iOS14.5. Die Verzögerung der Auswirkung des iOS Updates lässt sich durch die historischen Daten des Facebook Pixels über 6 Monate begründen. Die Datengrundlage für den Algorithmus wurde daher durch das iOS Update erst in Richtung Q4 immer schlechter.

CPM & CPC im Jahresverlauf 2021


CPM

Q1: 5,29€
Q2: 5,02€ (-5,20%)
Q3: 5,82€ (+15,94%)
Q4: 8,10€ (+39,18%)

CPC

Q1: 0,74€
Q2: 0,86€ (+16,22%)
Q3: 0,73€ (-15,12%)
Q4: 0,92€ (+29,17%)

Noch deutlicher wird die Entwicklung durch iOS14, wenn man sich das Wachstum von Q3 auf Q4 in 2020 und 2021 anschaut. Diese Kostenentwicklung ist natürlich multifaktoriell, aber das iOS Update hat zu einem gewissen Grad Einfluss gehabt.

CPM

2020
Q3: 4,49€
Q4: 5,91€ (+31,63%)
2021
Q3: 5,82€
Q4: 8,10€ (+39,18%)

CPC

2020
Q3: 0,62€
Q4: 0,73€ (+17,74%)
2021
Q3: 0,73€
Q4: 0,92€ (+29,17%)

Von Dezember bis April gab es dann fast ein halbes Jahr lang eine seitwärts Bewegung in der Kostenentwicklung:

CPM

Dezember: 7,81€
Januar: 6,64€
Februar: 6,95€
März: 7,65€
April: 7,01€

CPC

Dezember: 0,81€
Januar: 0,89€
Februar: 0,84€
März: 1,00€
April: 0,96€

Es hat sich die Frage gestellt, ob nach dem signifikanten Wachstum im letzten Jahr jetzt eine Stagnation, um dieses neue Plateau herum, eintritt. Der Mai Rückblick deutet allerdings in eine andere Richtung.

Mai 2022 Rückblick

Sowohl CPMs, als auch CPCs sind im Mai accountübergreifend signifikant gestiegen und haben neue Allzeithoch-Werte erreicht. Zuvor lagen diese im November 2021, was nicht ungewöhnlich ist, da die Kosten Richtung BFCM (Black Friday Cyber Monday) immer stark steigen.

CPM: 9,54€

+36,09% Wachstum zum Vormonat: April 22 (7,01€)
+110,60% Wachstum zum Vorjahr: Mai 21 (5,11€)
+4,38% Wachstum zum vorherigen Allzeithoch: November 21 (9,14€)

CPC: 1,13€

+17,71% Wachstum zum Vormonat: April 22 (0,96€)
+26,97% Wachstum zum Vorjahr: Mai 21 (0,89€)
+11,88% Wachstum zum vorherigen Allzeithoch: November 21 (1,01€)

Sowohl CPM, als auch CPC haben starkes Wachstum von April auf Mai verzeichnet. Man kann außerdem an dem Jahresvergleich von Mai 21 auf Mai 22 erkennen, dass der CPM deutlich stärker gewachsen ist, als der CPC. Das liegt daran, dass wir auf den CPM weniger Einfluss nehmen können, als auf den CPC. Mit unserem data-driven Testing Ansatz konnten wir ein übermäßiges CPC Wachstum verhindern.

Einschätzung E-Commerce Mai 2022

Diese Entwicklung ist in keinster Weise überraschend, wenn man einen Blick auf die Makroökonomie wirft. Es liegen große globale Probleme vor, die die Wirschaft negativ beeinflussen und die Inflationsrate derzeitig steigen lassen. Die Inflationsrate liegt aktuell bei 7,9%, der Verbraucherpreisindex für Nahrung bei 11,1% und der Verbraucherpreisindex für Energie bei 38,3% (Quelle: destatis). Früher oder später erreichen gesamtwirtschaftliche Effekte auch den E-Commerce und das Online Marketing. Wenn alles teurer wird, ist die logische Konsequenz, dass an bestimmten Stellen im Konsum gespart wird. Dadurch steigen dann sowohl CAC, als auch CPC und CPM.

Year Over Year Wachstum E-Commerce Deutschland

E-Commerce Krise? Zuletzt hat man in verschiedenen Medien von einer E-Commerce Krise gelesen. Ob wir darauf zu steuern oder schon mittendrin stecken, lässt sich auf den ersten Blick nicht so leicht beantworten. Schaut man auf das YoY E-Com Growth, also den Jahresvergleich des E-Commerce Wachstums in Deutschland, sieht man einen deutlichen Rückgang des Wachstums bzw. sogar einen Abschwung. In den letzten beiden Quartalen (Q4/21 & Q1/22) gab es ein aufeinanderfolgendes negatives Wachstum von -3% und -15%. Das heißt der Rückgang ist sogar zuletzt nochmal angestiegen. Schaut man sich das massive Wachstum vom Vorjahr an – 76% im ersten Quartal 2021, wirkt es erst mal auf jeden Fall so, als würden wir direkt auf eine E-Commerce Krise zu steuern.

Die nicht ganz so zufriedenstellende Antwort, ob wir auf eine E-Commerce Krise zu steuern ist: Ja und Nein. Nein, es ist keine richtige Krise, aber Ja die Lage ist nicht einfach und es gibt einige große Herausforderungen zu bewältigen. Anhand der folgenden drei Punkte erfährst du, was das bedeutet.

1. Trennung E-Commerce & Commerce

Wenn wir von einer Krise sprechen, dann von einer Commerce Krise. Online- und Offlinehandel lassen sich nicht einfach trennen. Die aktuell größten Herausforderungen für den E-Commerce sind nicht E-Commerce spezifisch, sondern betreffen den gesamten Commerce: Der Krieg in der Ukraine, Lieferkette, Zinsanstieg, steigende Logistik- & Energiekosten. Im Vergleich dazu erscheinen die E-Commerce spezifischen Herausforderungen klein: Steigender Online-Wettbewerb und damit CAC, Datenschutzregulierungen und Fachkräftemangel.

Der E-Commerce ist von den allgemeinen Herausforderungen im Handel und der Entwicklung des Handels natürlich betroffen, da man wie gesagt Online- und Offline nicht einfach trennen kann. Ob der Handel insgesamt auf eine Krise, also eine Rezession zusteuert, kann man noch nicht sagen.

Der Consumer Confidence Index, also das Verbrauchervertrauen in den Markt sinkt zwar seit Anfang des Jahres, aber die Ereignisse und Entwicklungen der nächsten Wochen und Monate bleiben abzuwarten, um eine definitive Aussage treffen zu können. (Quelle: ceicdata)

Unabhängig davon, wie sich die Lage entwickelt, die genannten Herausforderungen sind da. Wer es schafft diese zu bewältigen, wird als Gewinner hervorgehen. Sprich, im Markt bleiben und mehr Anteile für sich erschließen können. Mehr dazu im letzten Punkt "Herausforderungen & Lösungen".

2. Zeithorizont

Schaut man auf die obere Statistik von Salesforce, so sieht man derzeit einen Rückgang von 15% für Q2/22 im Vergleich zum Vorjahres-Quartal. Betrachtet man den E-Commerce allerdings mit einem Zeithorizont von 3, 5 oder 10 Jahren, so kann man ein riesiges Wachstum sehen. Der B2C E-Commerce Nettoumsatz hat sich in den letzten 10 Jahren ungefähr vervierfacht und in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt (Quelle: Statista). Und die Zukunfts-Prognosen für Deutschland sehen einen ähnlich positiven Ausblick hervor. Bis 2025 wird ein jährliches Umsatzwachstum von 10% erwartet (Quelle: Statista). Abhängig vom Zeithorizont, den man zur Betrachtung wählt, sieht die Entwicklung des E-Commerce also positiver oder negativer aus.

3. Corona Boom Ausgleich

Der durch Corona bedingte E-Commerce Boom darf in dieser Betrachtung auf keinen Fall vernachlässigt werden. Vor allem in dem gewählten Zeithorizont (Quartalsbetrachtung von Jahr zu Jahr) wirkt das erste Quartal 2021 natürlich besonders stark, weil es noch den Lockdown und die damit verbundenen vielen Online Verkäufe einbezieht. Seit einiger Zeit geht es langsam aber sicher zurück zur Normalität und auch Offline wird wieder mehr gekauft. Das sorgt natürlich dafür, dass Online dementsprechend weniger verkauft wird. Daher kann man den Rückgang zu einem großen Teil als Marktkorrektur bewerten.

Corona hat ein extremes E-Commerce Wachstum entfacht, was man sonst nur über viele Jahre hinweg sieht. Dass so viele Marken und Unternehmen diesem starken Wachstum standhalten und für sich nutzen konnten, ist auf jeden Fall Proof of Concept für das E-Commerce-Geschäftsmodell. Sowohl für Online Pure Player, als auch für stationäre Händler, die Online als neuen Kanal nutzen.

Man kann also sagen, dass der Kriseneindruck im E-Commerce stärker ist, als die Realität. Was man aber nicht von der Hand weisen kann, ist, dass es derzeit viele Herausforderungen im E-Commerce und Commerce Markt gibt. Diese gilt es zu bewältigen, sonst läuft man Gefahr aus dem Markt auszuscheiden, weil das starke Wachstum einen nicht mehr auffängt.

Handlungsmaßnahmen Sommer 2022

Es gibt aktuell viele Herausforderungen, aber Herausforderungen sind auch immer Chancen. Im aktuellen Markt hat man definitiv die Chance Marktanteile zu gewinnen, weil schwache Player ausscheiden werden. Schwache Player sind vor allem jene, die es nicht schaffen, agil auf die neuen Marktbedingungen zu reagieren und „den Sprung verpassen“.

Im folgenden benennen wir daher nochmal die aktuellen Herausforderungen und geben dir unsere Lösungsempfehlungen mit, damit du als Gewinner aus dem aktuellen Markt hervorgehst.

Herausforderungen des gesamten Commerce: Der Krieg in der Ukraine, Lieferkette, Zinsanstieg, steigende Logistik- & Energiekosten. Das sorgt insgesamt für steigende Kosten auf Unternehmensseite und verhaltenen Konsum auf Konsumentenseite. Dazu kommen noch E-Commerce spezifische Probleme wie steigende online CAC und Datenschutzregulierungen.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen und als Gewinner aus dem aktuellen Markt zu gehen, lege deinen Fokus auf die folgenden 7 Lösungsansätze:

1. Strategisches Pricing

Kosten steigen an vielen Ecken und diese müssen ausgeglichen werden, damit das Balance Sheet positiv bleibt. Hierbei müssen Unit Economics und die Preiselastizität der einzelnen Produkte in den Fokus rücken – sprich welche Produkte haben gute Margen und welche Produkte würden Kunden trotz Preisanstieg weiterhin stark kaufen. Statt steigende Kosten direkt an Kunden weiterzugeben, kann man auch den AOV mit durchdachten Angeboten steigern. Zum Beispiel durch Bundling, Up- & Cross-Selling, Mengenrabatte und kostenlosem Versand ab einem höheren Bestellwert.

2. Performance Marketing

Performance Marketing bleibt weiterhin ein wichtiger Online-Kanal. Trotz steigender CAC, CPC und CPM bleiben die Paid Advertising Kanäle von Meta und Google effektive und vor allem skalierbare Awareness- und Conversion-Kanäle. Während Meta und Google weiterhin wichtig bleiben, wird TikTok in den kommenden Jahren zunehmend wichtiger und hat ein riesiges Potenzial für deine Paid Performance. Also falls du noch keine Werbung auf TikTok schaltest, empfehlen wir dir das zeitnah in Angriff zu nehmen!

3. Customer Retention

Zu einem smarten Marketing Mix gehört Customer Retention. Wenn man ausschließlich Geld und Ressourcen in die Kundenakquise steckt, wird es schwer langfristig profitabel zu sein – das hat in den letzten Jahren des Booms zwar teilweise gut geklappt, aber im aktuellen Markt wird das nicht mehr möglich sein. Das heißt, mehr Fokus auf CRM (Customer Relationship Management). Setze auf Maßnahmen, die Kunden entlang der Customer Journey binden. Und noch mehr als bisher, schaue, wie du Bestandskunden zu erneuten Käufen bewegen kannst, um sehr profitable Verkäufe zu generieren. Nutze dazu nicht nur Email Marketing, sondern alle Kanäle, die du zur Kommunikation mit Bestandskunden zur Verfügung hast.

4. Content

Setze auf guten Content! Content wird immer wichtiger, egal, ob in Paid Social Ads ausgespielt oder im Rahmen einer soliden SEO-Strategie. Gute Inhalte sorgen seit Jahren für geringe Marketingkosten und helfen höhere Preise durchzusetzen.

Evergreen Tipp: Nutze User Generated Content (UGC). Gerade im Performance Marketing ist UGC hochperformant. Er ist authentisch, sorgt für Social Proof und fügt sich nativ auf die Paid Social Plattformen ein. Zudem ist UGC kostengünstig und man kann somit ein hohes Volumen an unterschiedlichen Creatives testen, was inzwischen mit der größte Hebel im Performance Marketing ist. Außerdem kannst du UGC sehr gut als Testimonial für Social Proof auf deiner Webseite nutzen.

5. Kommunikation

Kommuniziere transparent und ehrlich eure Lage. Falls es schwer ist oder wird, sagt das euren Bestandskund:innen und sie werden euch aus Solidarität unterstützen. Verkauft über Emotionen, aber bleibt dabei authentisch und ehrlich!

6. Langfristige Kostenblöcke

Baue keine neuen langfristigen Kostenblöcke auf. Du brauchst jetzt nicht voreilig aus Panik überall Kosten minimieren und alles streichen, weil du sonst einige gestrichene Kapazitäten mittelfristig vermissen könntest. Aber überlege dir gut, welche langfristigen Investitionen du eingehen willst und auf welche du vorerst verzichten kannst. Sprich, baue keine neuen langfristigen Kostenblöcke auf!

7. Expertise

Investiere in People mit Expertise. Für Wachstum und gutes Marketing braucht es kompetente Leute und Qualität kostet Geld. Wer gut im Marketing sein will, muss in People investieren! Ob die Expertise inhouse oder extern eingeholt wird, ist dabei zweitrangig.

Wir beraten unsere Kunden mit einem holistischen Ansatz. Das heißt, wir schauen nicht nur auf die Performance einzelner Kanäle, sondern auf das Gesamtbild und beraten & handeln dementsprechend. Wenn du Interesse an einem unverbindlichen Potenzialgespräch mit uns hast, melde dich über den Button oben rechts bei uns "Get in touch"!

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Quellen:

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